Suche
  • Philipp Rosendahl

Summer days

Dies ist ein Anfang. Wovon, das kann ich momentan nicht sagen. Oder schreiben. Ich habe sie nie verstanden, die Menschen die behaupteten das Schreiben sei eine große Überwindung und trotzdem müssten sie es tun. Das Schreiben sei gar eine Qual und dennoch unterzogen sie sich diesem äußerst komplizierten Prozess. Jetzt glaube ich zu verstehen, denn selbst der Griff zum Stift ist schmerzhaft; schmerzhaft, weil die Welt, die ein Begriff war, eine neue werden soll, eine die es gibt, doch nie Benennung fand, verborgen im Labyrinth des Selbst und Einigem, was selbstverständlicher nicht sein könnte. Doch halt: Schon bin ich drin in einem Nichts der Worte, die weder das sein können, was ich bin, noch eine Antwort haben auf die Fragen, die ich stelle: Nur was bleibt uns anderes übrig. Diese Worte sollen kein Ziel haben, nirgendwo hinführen, kein Produkt sein irgendeiner Art. Es geht gewissermaßen um gar nichts und deshalb womöglich um Alles, aber das wird sich noch zeigen. Ich möchte keine Klarheit, denn Klarheit ist Lüge, ist der Motor der Zerstörung, ist Vereinfachung, ist Banalisierung des Komplexen, der Schönheit, der Kraft, die gibt, ohne zu verlangen. Doch die Wahrheit die eigene Bedeutungslosigkeit zu ertragen, die ist womöglich noch zerstörerischer, ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich aufhören zu denken. Ich hab’s versucht, es geht nicht. Ich werde gedacht und mein Körper muss darunter leiden.

So lag ich also, im Park, im Schatten des Hauses, welches ich stets begehrte, umgeben von dieser grässlichen Stadt, dessen Fratze mich hässlich anstarrte, in freudiger Erwartung, mich endlich aus ihrem vergoldetem Herzen zu entfernen, oder aber mir meines aus der Brust zu reißen. Schickte sie nicht eh schon in den letzten Tagen ihren Sklaven, um mit ihrer süffisanten Art das Leben mir aus den Fingern zu saugen, so probierte sie sich nun an der Vakuummethode und wollte todessicher an mein Herz, das ohnehin mit Schmerz gefüllt, geschwächt und einsam seines Schicksals harret. Wer weiß, vielleicht gibt es da ein aufbegehren, oder eine Verstrickung, die ich noch nicht kenne. Jedenfalls sollte ich den Boden unter den Füßen verlieren, falls ich jemals auf ihm stand, doch zumindest fühlte es sich so an, einst.

Ich will nicht einfach sein und bin es nicht, soll mir gefälligst kein Anderer die Ungreifbarkeit diktieren. Sie soll ungreifbar sein, schön und gut, aber ich darf doch wohl bestimmen wann!! Dieser Raum ist es, der dessen Schicksal ich wohl unterworfen bin, dem diese Zeilen gelten sollen. Noch ist er einfach nur da, er hat keine Architektur, ist nur eine Kraft, die meist stärker ist als ich, die mir die Kraft nimmt, um zu sein.

Abbruch aus unbestimmten Motiven.

5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen