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  • Philipp Rosendahl

Hier stehen wir

Aktualisiert: Mai 16

Hier stehen wir

In großen Sümpfen kalter Tränen

Wir könnten uns berühren

Doch tun es lieber nicht


Hier warten wir

Erlösung soll nicht lähmen

Doch allergrößte Nähe

Trübt die Sicht


War es der Weg ins Niemandsland

War der Glaube zu naiv


Stolz durchbrachen wir die Wand

Die Welt, der Kummer schlief


Hier fragen wir

Wie der nächste Morgen wird

Wie die Sehnsucht scheitert

An sich selbst


Hier bleiben wir

Wie ein Kind im Mondlicht irrt

Und stelln uns vor mit Schrecken

Wie du fällst


Gab es jemals ein Verbinden

Wurde Einsamkeit zu zweit geheilt


Ohne Wissen, kein Verwinden

So haben wir, was war geteilt


Hier enden wir

Vor unsichtbaren Toren

Langsam fällt

Was gierig schlang


Hier stehen wir

Was war scheint nun verloren

Ganz deutlich nur

Der nächste Weg ist lang


Bitte, geh nicht ohne mich

Ich habe noch, ich will doch nur


Jetzt hat ein jeder nur noch sich

Allein der nächste Schritt auf weiter Flur


Hier werden wir gewesen sein

Gelebtes wird Erinnerung

Erheben sollen wir uns nun

Aus der Asche unsrer Taten


Hier ist dieser Moment

Und zum morgen nur ein Sprung

Wir können uns entscheiden

Gemeinsam allein sein, oder einsam warten

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